Referenzen

1990–2006 Referenzschreiben (Auszüge)

Urs Widmer (Autor), Volker Lüdecke (Autor), Kalle Scherfling (Autor),
Prof. Dr. Jürgen Hofmann (ehemaliger Leiter der UdK „Szenisches Schreiben“ Dr. Peter von Becker (Autor und Redakteur beim Tagesspiegel)
Dr. Karlheinz Braun (Verlag der Autoren),
Uwe Carstensen (Leiter S. Fischer Verlag)
Per H. Lauke (Leiter Per H. Lauke Verlag)
Prof. Hilmar Hoffmann (ehemaliger Frankfurter Kulturdezernent)
Burkhard Mauer (ehemaliger Generalintendant Staatstheater Nürnberg)
Ernest Wichner (Leiter Literaturhaus Berlin)

Dein Plan interessiert mich sehr, und so, wie du ihn formulierest, scheint er mir auch sinnvoll beziehungsweise realisierbar zu sein. Seit langem, seit Christi Geburt etwa, vertrete ich die Auffassung, dass Deutschland mindestens ein Theater für zeitgenössische Dramatik braucht, und nur für Sie. Mit dem Verlag der Autoren wollte ich das auch schon realisieren, ohne erkennbaren Erfolg. Jetzt bist du dran, und du hast meine ganze Unterstützung. Urs Widmer (Autor)

Klara Höfels hat mich mit ihrem Einsatz für die zeitgenössische Bühnenliteratur sehr beeindruckt. Wir lernten uns insbesondere durch ihre Regiearbeiten kennen, einmal für eine Lesung meines Schauspiels Topterroristen Think Tank im Literaturhaus Berlin, und einer Inszenierung meines Stückes Miss Europa durch Autorentheater Berlin. In beiden Regiearbeiten bewies sie genaues Gespür für die richtige szenische Umsetzung und herausragendes handwerkliches Können. Ihre langjährige Bühnenerfahrung bereicherte sensibel die Texte und zwängte Sie nicht in ein starres Regiekonzept, sondern ließ sie im Zusammenspiel mit den Schauspielern klug zur Entfaltung kommen. Die Zusammenarbeit mit ihr Macht Spaß, Sie ist offen für Vorschläge, uneitel und besitzt außergewöhnliche Motivierungsfähigkeiten. Ich kann jedem Bühnenautor und jedem Theater nur wünschen, einmal die Erfahrung einer Zusammenarbeit mit ihr zu machen. Volker Lüdecke (Autor)

Ich hatte Klara Höfels meine Boulevardkomödie Der Bürgermeister und seine Liebenvorgestellt. Ohne Vorurteil gegenüber dem Boulevard und sehr umsichtig ging sie auf den Text ein, schlug einen Regisseur vor, der Erfahrung mit Komik und Slapstick auf der Bühne hat. Gemeinsam wurde eine Strichfassung erstellt. Innerhalb kürzester Zeit gelang es Klara Höfels, ein Ensemble für eine Szenische Lesung im Literaturhaus Berlin zusammenzustellen, das den speziellen Witz meiner Komödie erfasste. Was für einen Autor besonders verlockend ist: Klara Höfels hat vor allem das Stück im Auge; es ist nicht Vorlage, Anregung oder Katapult für Regie- und Schauspielerkapriolen, sondern soll den Absichten des Autors folgend umgesetzt werden. Seine Mitarbeit am Probenprozess ist deshalb notwendig. Ich hatte nicht im Traum daran gedacht, meine Arbeit in so kurzer Zeit überzeugend realisiert zu sehen. Dass ich mir eine weitere Zusammenarbeit mit Klara Höfels wünsche, versteht sich von selbst. Kalle Scherfling (Autor)

Ich habe Klara Höfels sowohl als Schauspielerin als auch als Regisseurin erlebt; einige Male als Mitwirkender. Auch war ich bereits zweimal als Regisseur zu dem von ihr in Berlin gegründeten Autorentheater eingeladen, das sie auf genaue, auf Innovation bedachte Weise leitet. Theater muss die Besonderheiten seiner Stadt zusammenführen und repräsentieren. Dazu müssen alle Persönlichkeiten der Stadt, die Mut und Phantasie haben, gebeten werden. Klara Höfels kann das und macht das. Hermann Treusch (Schauspieler, Regisseur)

Unser Gespräch über Ihr Konzept des Uraufführungstheaters fand ich sehr anregend. Ich habe mir danach Ihre ausführliche schriftliche Darlegung angesehen – und finde das alles nicht nur sehr mutig, sondern auch durchdacht und konsequent. Die Risiken des Unternehmens liegen auf der Hand, das brauchen wir nicht mehr zu erörtern. Aber jedenfalls interessiert mich ein solcher Plan mehr als all die vermeintlichen Erneuerungen des Stadttheaterbetriebes durch neue Intendantengrößen und dergleichen. Selbstverständlich wollen wir Sie, wo es geht, von unserer Autorenausbildung her unterstützen. Prof. Dr. Jürgen Hofmann (ehemaliger Leiter Szenisches Schreiben UdK Berlin)

Dein großes Engagement für das zeitgenössische Autorentheater verdient wirklich Förderung, Anerkennung und natürlich Erfolg für alle Beteiligten. Dr. Peter von Becker (Tagesspiegel)

Ich kenne Klara Höfels seit vielen Jahren als eine höchst engagierte Theatermacherin, sei es als Schauspielerin, Regisseurin sowie – in den letzten Jahren in zunehmendem Maße – als Entdeckerin und Förderin von neuen, jungen Autoren fürs Theater. Klara Höfels hat in verschiedenen Initiativen in Frankfurt am Main, Stuttgart und zuletzt in Berlin versucht, Foren für das neue deutsche Drama zu schaffen, die Autoren selbst mit den Theatern in Kontakt zu bringen und damit eine eigentlich selbstverständliche Zusammenarbeit mit Autoren und Theater zu gewährleisten; initiieren. Sie hat alle dies mit großem persönlichen Engagement betrieben, oft unter nicht geringen persönlichen Opfern. Klara Höfels wäre ganz sicher zuzutrauen, mit einem dafür geeigneten Team ein Theater zu leiten, in dem die dramatischen Autoren und deren Stücke im Zentrum der Theaterarbeit stünden. Dr. Karlheinz Braun (Verlag der Autoren)

Dein Konzept für ein Uraufführungs-Theater ist mutig, überzeugend und konsequent. Es sollte an einem Theater verwirklicht werden, dessen Subventionen und räumliche Möglichkeit den Autoren, Schauspielern, und Regisseuren die Grundlage bietet, kontinuierlich arbeiten zu können. Meiner Unterstützung sei gewiss. Uwe Carstensen (Leiter S. Fischer Verlag)

Klara Höfels habe ich im Rahmen ihrer Initiative Autorentheater Berlin – kennengelernt. Sie zeichnet sich durch hohe Kreativität, Durchsetzung- und Standvermögen, sowie hohe Kommunikationsfähigkeit aus. Durch ihren Einsatz für die Werke der Autoren bewegt Klara Höfels öffentlich positive Dinge, die von unternehmerischer Qualität zeugen. Per H. Lauke (Leiter Per H. Lauke Verlag)

Ich finde ihr Durchsetzungsvermögen und ihr persönliches Engagement anerkennenswert und traue ihr zu, dass sie mit Kraft und Leidenschaft ein Autorentheater in ihrem konzeptionellen Sinn gründen und erfolgreich führen kann. Das, was mir Klara Höfels über ihr Konzept und dessen Finanzierung mitgeteilt hat, finde ich künstlerisch hochinteressant und finanziell sinnvoll. Es könnte ein guter Versuch sein, die Neustrukturierung der Theaterbetriebe konkret umzusetzen. Prof. Hilmar Hoffmann (ehemaliger Frankfurter Kulturdezernent)

Klara Höfels war prägende Protagonistin des Frankfurter Schauspielhauses. Von dort konnte ich sie als Chefdramaturg des bayerischen Staatstheaters zum Münchner Residenztheater holen. Sie war bei wichtigen Aufführungen (Deutsche Mastrosimone-Erstaufführung) kompetente Partnerin Ihrer Regisseure, was zu überraschenden Konzepten und dramaturgischen Lösungen führte.

Als Nürnberger Generalintendant konnte ich die Zusammenarbeit mit ihr fortsetzen; sie hatte bereits damals mit einem kleinen Stab den Plan eines Autorentheaters konzipiert, der viel von dem enthielt, was sie danach an verschiedenen Aufführungsorten in Berlin verwirklichte, zuletzt mit einer eindrucksvollen Reihe von Stückvorstellungen im Berliner Literaturhaus. Ihre Energie, Begeisterungsfähigkeit und Motivierung von Mitarbeitern sind beeindruckend. Vom Schauspiel kommend hat sie einen ungewöhnlichen Blickwinkel, als Schauspieldozentin, Regisseurin, Dramaturgin, besonders aber als tatkräftige, mitreißende Organisatorin. Burkhard Mauer

Klara Höfels hat seit einem Jahr einmal monatlich im Literaturhaus Berlin das von ihr erfundene und betreute Autorentheater Berlin stattfinden lassen. Schauspieler lasen neue Theaterstücke im Beisein der Autoren und eines interessierten Publikums. Dieser unangestrengten, höchst professionellen Arbeit mit und an neuen Theatertexten wünschte man Verstetigung und jene Entwicklungsmöglichkeit, die Klara Höfels von Anfang an im Blick hatte: die Inszenierung der besten Stücke auf einer Uraufführungsbühne.

Sie könnte von einem Kollektiv der Praktiker inhaltlich und konzeptionell getragen werden, fehlten nicht die finanziellen Mittel. Der unaufhaltsamen Theaterenthusiastin (was wäre allerdings ihr Enthusiasmus wert, käme nicht eine gehörige Portion Professionalität hinzu). Klara Höfels mögen die Bühnen zu deren eigenen Nutzen offen stehen; wir werden bedauernd auf ihre engagierten Anstiftungen zur Theaterfreude verzichten müssen. Ernest Wichner (Leiter Literaturhaus Berlin)