Aktuelle Produktion

I n  P l a n u n g

DIE EWIGKEIT IM DAZWISCHEN

Uraufführung von Heike Falkenberg

Theater unterm Dach (TuD)
Danziger Straße 101, 10405 Berlin
www.theateruntermdach-berlin.de

Uraufführung: 13. Februar 2020

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Stückbeschreibung

Eine bitterböseKomödie über Machtmissbrauch und Selbstbetrug. Wortreich und witzig bietet eine wohlsituierte ältere Dame einem fast verstummten, hilfsbedürftigen jungen Mann Asyl und Unterstützung an. Ein Akt der Menschlichkeit und die Rollen sind klar verteilt.  Die beiden Fremden gehen zögernd aufeinander zu und stolpern durch die vordergründige Komik uneingestandener Vorurteile. Die Zufallsbekanntschaft scheint jedoch einer geheimnisvollen Choreographie zu folgen. Die Protagonisten beginnen sich zu belauern, werden von einem tiefen, gegenseitigen Misstrauen getrieben und scheinen unheilvoll miteinander verstrickt zu sein. 

Warum verbarrikadiert sich die Frau mit einem unsichtbaren Ehemann in ihrem Einfamilienhaus und was treibt den jungen Mann an, in dieses Idyll einzubrechen?

Hat er sie tatsächlich um Hilfe gebeten oder ist er derjenige, der Rettung anzubieten hat?

Zwischen den beiden Suchenden gibt es Rechnungen zu begleichen, aber je mehr Zahlen offen auf dem Tisch liegen, je klarer die Situation zu werden scheint, umso stärker verschwimmt die Trennlinie zwischen Macht und Ohnmacht, Täter und Opfer, Schuld und Unschuld

Produzentin: Klara Höfels
Autorin: Heike Falkenberg
Gitarrist und Komponist: Michael Rodach
Regisseurin: Christine Kabisch
Schauspielerin: Klara Höfels
Schauspieler: Thaddäus Meilinger

Autorin Heike Falkenberg
Heike Falkenberg

Heike Falkenberg studierte an der Universität der darstellenden Künste in Berlin Schauspiel. Nach dem Studium und ersten Gastverträgen an der Schaubühne Berlin,  der Brooklyn Academy of Music und dem Schauspiel Köln, ging sie  unter der Intendanz von Jürgen Flimm für 9 Jahre als festes Ensemblemitglied an das Thalia Theater Hamburg.

Seit 2004 hat sie zahlreiche Theaterstücke inszeniert und eigene Theatertexte umgesetzt. 2012 gewann sie den Stückewettbewerb  des Theaters der Jungen Welt in Leipzig. 2013 wurde sie für die Mühlheimer Theatertage nominiert.  2014 erhielt sie das Alfred Döblin Stipendium für Berliner Autoren.  Ihre Theaterstücke werden u.a. vom Lauke Verlag verlegt. 

Gitarrist und Komponist Michael Rodach
Michael Rodach

Michael Rodach studierte klassische Gitarre an der Hochschule für Musik in Karlsruhe bei Prof. Dr. Mario Sicca und absolvierte ein Jazzstudium am Berklee College of Music in Boston.

Als Komponist legte er den Schwerpunkt auf zeitgenössischen Tanz, Theater und Hörspiele. Er arbeitete unter anderem für die U.S.amerikanische Gruppen: Pilobolus und Snappy Dance Company.

Ihm liegt es sich in die Themen zu versenken, in die Tiefe zu tauchen, um neue Klänge und Atmosphären zu finden. Das musikalische Storytelling ist oft die Basis seiner Kompositionen. Geschichtenerzählen setzt der Vergänglichkeit etwas entgegen. Verlust ist immer auch ein Verlust von Geschichte, Geschichten. Wer war dabei, wen können wir fragen? Wer trägt uns was zu, was sich zugetragen hat? Solange Geschichten erzählt werden, bleibt Erinnerung lebendig. Rodach fügt das Flüchtige, Brüchige und Schillernde zusammen, was er berührt und was ihn berührt wird zu Klang.

Neben seiner Kompositionstätigkeit ermöglichte ihm seine Bandbreite als Instrumentalist von klassischer Gitarre über Jazz – Rock – World – Experimental – bis Popmusik, die Arbeit als Live-und Studiogitarrist, seit den 1980er Jahren bis heute, in den unterschiedlichsten Bereichen und Stilistiken.

Regisseurin Christine Kabisch
Christine Kabisch

Christine Kabisch machte nach ihrem Schulbesuch einen zwei jährigen Sprachaufenthalt in Paris und hatte dort bereits erste Kontakte zur Filmwelt. Ridha Béhi engagierte sie als Darstellerin für seinen Abschlussfilm an der Pariser Filmhochschule. Die Dreharbeiten fanden in Kairouan in Tunesien statt. Zurück in Deutschland, Berlin, machte sie einen Abschluss als Auslandskorrespondentin und war Gasthörerin in Theaterwissenschaften an der FU Berlin.

Ab 1975 Engagement an den Bühnen der Stadt Köln als Dramaturgie-Assistentin. Neben der Arbeit in der Dramaturgie organisierte sie Theaterstadtteilfeste und THEATER UNTERWEGS  der Bühnen der Stadt Köln. 1977/78 wechselte sie in die Dramaturgie des Bayerischen Staatsschauspiels München. Ende 1979 beendete sie ihre Arbeit am Theater und wechselte zum Film. Sie begann mit einer Tätigkeit als Script bei einer dreimonatigen Produktion in Westafrika. Danach, vom „Film-Virus“ infiziert, folgten diverse Arbeiten als Regieassistentin bei kleineren und größeren und sehr großen Fernseh- und Kinoproduktionen im In- und Ausland.

1985 machte sie ihre erste eigene Regie beim Südwestfunk in Baden-Baden. Es folgte die Islandpferdeserie FEST IM SATTEL ebenfalls für den SWR. Für Katharina Trebitsch in Hamburg führte sie für vier Jahre Regie bei der Kultserie GIRL FRIENDS (ZDF). In den Jahren darauf folgten viele weitere Fernsehspiele, -serien und -reihen  mit namhaften Schauspielern und vielen In- und Auslanddrehs.

Ab 1999 entstanden in Zusammenarbeit mit Neithardt Riedel auch eigene Drehbücher, sowie Bearbeitungen verschiedener Stoffe, die sie als Regisseurin umsetzte.

2015 drehte sie den Kurzfilm VA BANQUE mit Stefan Plepp; der Film  bekam viele Preise und lief in der Shortfilmcorner in Cannes.

Die Sehnsucht nach dem Theater hat Christine Kabisch nie losgelassen.

Schauspielerin Klara Höfels
Klara Höfels

Klara Höfels ging nach ihrer Schauspielausbildung an der Folkwang Hochschule Essen zunächst ins feste Engagement an die Stadt- und Staatstheater, u.a. Schauspielhaus Frankfurt, Residenztheater München und Staatstheater Stuttgart. Sie arbeitete als Protagonistin mit den Regisseuren Thomas Langhoff, B.K. Tragelehn, Wilfried Minks, Hans Neuenfels, u.a.

1990 entschied sie sich freiberuflich tätig zu sein, in der Hauptsache damit sie eigene Theater- und Filmprojekte verwirklichen konnte. War jedoch weiterhin als Gastschauspielerin an Stadt- und Staatstheater engagiert, so zum Beispiel am Berliner Ensemble oder am Staatstheater Kassel.

Als Theaterproduzentin realisierte sie in der Vergangenheit folgende Theaterprojekte:

Medea Medea, Koproduktion mit dem Staatstheater Nürnberg, EswarKriegesistKrieg, Theater Intim, Dr.hc. B.Blässling, Lucrezia Borgia, Der Jude von Malta, Leonida, Der Abend nach dem Begräbnis der besten Freundin.Die Theaterproduktionen wurden als Gastspiele Deutschland weit an Theatern und freien Spielstätten gezeigt.

Theaterprojekte mit Laien: LEBEN mit acht Frauen im Alter zwischen 60 und 70 Jahren, pantarhei-alles fließt mit Jugendlichen.

Dokumentarfilme: Das letzte Mal, 10 MONATE, Frauenleben und Klara Klar.

Einjähriges Studium: Öffentliche Kulturarbeit- und Management an der PH Ludwigsburg. Dozentin für den Fachbereich Schauspiel an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart und Gastdozentin an der UdK Berlin.

Klara Höfels ist es seit vielen Jahren ein großes Anliegen, der Gegenwartsdramatik einen bedeutenderen Stellenwert zu geben. In all ihren Berufsjahren als Schauspielerin, ob im festen Engagementan den Theatern oder als Freiberufliche, setzte sie sich für Autorinnen und Autoren ein,damit ihre Stücke gespielt werden oder zumindest in einer Szenischen Lesung vorgestellt.

Schauspieler Thaddäus Meilinger
Thaddäus Meilinger

Thaddäus Meilinger ist Schauspieler. In seinem Fall heißt das: der Figur konsequent und mit aller Hingabe das geben, was sie verlangt – unabhängig vom Format, auf der Bühne wie vor der Kamera. Unter Einsatz besonderer Fertigkeiten wie z.B. Gebärdensprache, Singen, Reiten oder Tauchen.

Thaddäus hat Schauspiel an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch studiert und ist in zahlreichen TV-Formaten (wie z.B. Soko LeipzigSoko KölnPastewka oder Der Kriminalist) sowie auf der Bühne (Gefährten/Theater des Westens, Berlin; Hair/Staatstheater Wiesbaden oder Gefährliche Liebschaften/Theater am Neumarkt, Zürich) zu sehen gewesen.

Seit 2016 ist er der Öffentlichkeit vor allem durch die TV-Produktion Gute Zeiten, schlechte Zeiten bekannt, in der er Felix Lehmann verkörpert.

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